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BARABAZ

Montag // 30. Oktober 2017 // 19:00h

Barabaz Berlin Badehaus

Durch die Gosse Babylons jagt er, die Stadt im Nacken, er schmeckt sie auf der Zunge, ihr Lied auf den Lippen. Kind zweier Welten, spricht beide Sprachen: die schwarzgraue Wahnsinnspoesie der Straßen, zwischen Rotlicht und Drogenhimmel; und die Worte der Anderswelt.

Ihm folgen ungerufene Geister, Schatten gehorchen ihm. Er ist Prophet und Jäger: Er, Ainars Rincs aus Riga, den das Schicksal nicht küsst, sondern zerrt und beißt, ist ein Sohn des Bremer Viertels. Im Schoß der „Helene“ wohnt er mit Prostituierten Tür an Tür, tätowiert ihnen Schönheit auf den Leib, teilt ihre flüchtigen Träume vom Glück. Er kennt die Gesetze jenseits von Recht und Ordnung, eine russische Ikonenmalerei der Mutter Gottes in der Tasche, Tinte an den Fingern.

Eines Tages kreuzen sich die Wege des Mannes, dem „Illusion“ ins Gesicht geschrieben steht mit jenen des Künstlerkollektivs BARABAZ. Begründer des Zirkels sind zwei Musiker, ebenfalls aus Bremen, ihre Identität liegt im Verborgenen. Als Ainars zu ihnen stößt, kollidieren wieder Welten: seine melancholische, dunkle Stimme, in welcher der Zauber russischer Volksweisen mitschwingt, vereint sich mit Trap, orchestralen Arrangements, avantgardistischem Rap und harten Electroparts. Doch die Mitglieder des Kollektivs vereint noch mehr: sie tätowieren, sie erforschen Klänge, fotografieren, illustrieren, schreiben und vereinen ihre Liebe zu den Künsten für BARABAZ.

Ihre Texte sind so rau, wie der Asphalt der Straßen in der Nacht und voller Sehnsucht. Sie handeln vom Hunger nach dem kalten Kuss des Rausches, den kämpfenden Wölfen der Hinterhöfe und der Philosophie einer Welt, die jener von vielen Menschen nichts mehr gemein hat.

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Tickets nur an der Abendkasse 12€

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